Australian Study Maps Linked Vascular, Immune, & Energy Changes in ME/CFS

Australische Studie kartiert verknüpfte Gefäß-, Immun- und Energieveränderungen bei ME/CFS

Eine neu veröffentlichte, von Fachkollegen begutachtete Studie aus Australien beleuchtet die biologische Komplexität des Myalgischen Enzephalomyelitis/Chronischen Fatigue-Syndroms (ME/CFS) auf wichtige Weise. Die Forschung, die von Wissenschaftlern der Macquarie University geleitet und in Cell Reports Medicine veröffentlicht wurde, liefert überzeugende Beweise dafür, dass ME/CFS koordinierte Anomalien im Energiestoffwechsel, der Immunfunktion und der Gefäßbiologie umfasst.

Die Studie mit dem Titel Mapping the complexity of ME/CFS: Evidence for abnormal energy metabolism, altered immune profile and vascular dysfunction verwendete einen hochmodernen Multi-Omics-Ansatz, um mehrere biologische Systeme gleichzeitig zu untersuchen – etwas, das in der vorherigen ME/CFS-Forschung selten gemacht wurde.

Die Forscher analysierten Vollblutproben von 61 Personen, die die etablierten klinischen Diagnosekriterien für ME/CFS erfüllten, und verglichen sie mit Proben von gesunden Freiwilligen, die nach Alter und Geschlecht übereinstimmten. Anstatt sich auf einen einzigen biologischen Signalweg zu konzentrieren, bewertete das Team gleichzeitig zelluläre Energiemarker, die Zusammensetzung von Immunzellen und Plasmaproteine.

Eines der auffälligsten Ergebnisse betraf die zelluläre Energieproduktion. Weiße Blutkörperchen von Menschen mit ME/CFS zeigten erhöhte Werte von Adenosinmonophosphat (AMP) und Adenosindiphosphat (ADP). Diese Veränderungen deuten auf eine verminderte Verfügbarkeit von Adenosintriphosphat (ATP) hin, dem Molekül, das die meisten zellulären Prozesse antreibt, was auf einen Zustand von „Energiestress“ innerhalb der Immunzellen hindeutet.

Das Immunsystem selbst schien ebenfalls verändert. Eine detaillierte Profilerstellung zeigte Verschiebungen hin zu weniger reifen Formen mehrerer Immunzelltypen, einschließlich T-Lymphozyten, dendritischer Zellen und natürlicher Killerzellen. Diese Veränderungen könnten helfen, die zuvor beobachtete Immunfunktionsstörung bei ME/CFS zu erklären, aber die Stärke der Studie liegt darin, zu zeigen, wie diese Immununterschiede mit metabolischen und vaskulären Anomalien bei denselben Patienten koexistieren.

Darüber hinaus zeigte die Analyse von Plasmaproteinen Störungen im Zusammenhang mit der Blutgefäßgesundheit. Proteine, die an der endothelialen Aktivierung – der inneren Auskleidung der Blutgefäße – und der vaskulären Umgestaltung beteiligt sind, wurden bei Menschen mit ME/CFS in höheren Konzentrationen gefunden. Gleichzeitig waren zirkulierende Proteine im Zusammenhang mit Immunglobulinen niedriger, was auf eine veränderte Immunregulation neben vaskulärer Dysfunktion hindeutet.

Der leitende Autor Dr. Richard Schloeffel OAM, ein klinischer Oberarzt an der Macquarie Medical School, betonte die Bedeutung der gemeinsamen Untersuchung dieser Systeme. ME/CFS, bemerkte er, bleibe eine Erkrankung mit schlecht definierten Mechanismen, begrenzten diagnostischen Instrumenten und wenigen wirksamen Behandlungen. Das Verständnis, wie diese biologischen Störungen interagieren, könnte der Schlüssel zur Verbesserung der Patientenversorgung sein.

Hauptautor Dr. Benjamin Heng fügte hinzu, dass ME/CFS zwar als heterogene Erkrankung bekannt sei, die gleichzeitige Untersuchung mehrerer Systeme jedoch neue Einblicke darüber biete, wie diese Funktionsstörungen die Krankheit gemeinsam prägen könnten.

Mithilfe einer maschinellen Lerntechnik, die als Klassifizierungs- und Regressionsbaum (CART)-Modellierung bekannt ist, identifizierten die Forscher eine Reihe von sieben biologischen Variablen, die ME/CFS-Patienten stark von gesunden Kontrollpersonen unterschieden. Wenn klinisch validiert, könnten solche Modelle letztendlich dazu beitragen, diagnostische Verzögerungen zu verkürzen und die langwierige persönliche und wirtschaftliche Belastung für Menschen mit ME/CFS zu reduzieren.

Zusammen untermauern diese Ergebnisse die Ansicht von ME/CFS als eine komplexe, multi-systemische Störung – und unterstreichen die Bedeutung integrierter biologischer Forschung für die Weiterentwicklung von Diagnose und Behandlung.

Die Studie erscheint in Cell Reports Medicine

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